Tips und Tricks



N-molare KCL-Lösung herstellen:

In einem Meßkolben löst man die angegebene Menge KCl in ungefähr 80 % der letztlich gebrauchten Menge destillierten oder demineralisierten Wassers auf und füllt anschließend bis zum Eichstrich auf.

1 molar: 
7,46 g / 100 ml Lösung

2 molar:
14,91 g / 100 ml Lösung

3 molar:
22,37 g / 100 ml Lösung

4 molar:
29,82 g / 100 ml Lösung

Daraus resultiert logischerweise die Formel:

Molarität = n * 7,46 g KCL auf 100 ml Gesamtvolumen.


Wasserflöhe (Daphnien, Cyclops) züchten:

Daphnien sind Filtrierer. Sie brauchen also planktonische Nahrung. Zur Fütterung verwendet man am besten Trockenmilchpulver. Ich portioniere vorsichtig immer mal einen gestrichenen Teelöffel auf rund 200 Liter Regenwasser. Dadurch werden Infusorien erzeugt. Sollten nicht genügend Keime im Regenwasser enthalten sein, kann zusätzlich etwas Heuaufguß beigegeben werden. Dann Rasenschnitt. Einfach mal eine handvoll frischen Rasenschnitts in ein Netz einschließen und diese Packung in das Wasser hängen. Bei allen Zugaben muß sorgsam darauf geachtet werden, daß sie nicht zuviel des Guten sind. Hier gilt das Gleiche zu beachten wie für unsere Aquarien.

Den ganzen Sommer über kann man ernten. Es finden sich dann automatisch auch Mückenlarven ein.

Wichtig ist es, die Fässer draußen im Halbschatten stehen zu haben. Das Wasser darf sich nicht zu sehr aufheizen. Am besten gräbt man die Fässer ohnehin bis auf einen Rand von rund 20 cm ein.


Aquarienbau

Ich beziehe mich ausdrücklich auf den Selbstbau. Bei der prefessionellen Fertigung wird sicherlich nicht so viel abgeklebt und eingemessen.

Ich fasse hier nur kurz die wichtigsten Punkte für größere Aquarien zusammen:

Becken mit > 500 Liter werden am besten mit Wulstverklebung hergestellt, die darunter mit Stoßverklebung. Die großen Becken benötigen wegen ihrer Abmessungen zum Einen größere Bautoleranzen, zum Anderen aber auch mehr Bewegungsfreiheit, wenn sich die Gläser wegen auftretender Temperaturänderungen dehnen oder kontrahieren. Es sind aber bei Aquarien weniger die Temperaturschwankungen, die negativ in Erscheinung treten, sondern eher mechanische Spannungen, wie zum Beispiel eine Verdrehung aufgrund nicht ebener Auflage der Bodenscheibe. Es treten dabei enorme „Kriechspannungen“ auf, die nicht sofort zum Riß der Fuge oder gar zum Glasbruch führen, sondern erst nach einiger Zeit, wenn z.B. wegen Nichteinhaltung der Fugenbreite direkter Kontakt zischen Scheiben auftrett, nachdem die Fuge durch zu hohe Dauerlast zerquetscht wurde. Besonders drastisch sind Baufehler, die durch unsaubere, sich berührende Kanten ungeschliffener, unpolierter Glaskanten entstehen.

Alle normal auftretenden Spannungen müssen ja über die Klebenähte aufgenommen werden können. Es ist daher immer auf eine ausreichende Fugenbreite zwischen den Gläsern zu achten. Sie sollte etwa 1/4 der Scheibendicke betragen, bei 19 mm Glas also ca. 5 mm.

Das Schwächste Glied ist, wie oben bereits angedeutet, beim Aquarium nicht die Scheibe, sondern das Klebematerial. Silikone gibt es in einer unüberschaubaren Sortenvielfalt. Für uns kommen aber nur reine, schwarz eingefärbte „Aquarien-Silikone“ namhafter Firmen infrage, die außer Industrieruß keine Füllstoffe enthalten dürfen.

Aquarienbauer benutzen am liebsten schnell aushärtende Sorten, die in der Regel mit Essig angerührt werden. Hierbei entstehen gern unzulässige, unkontrollierbare Mischungen, die bei Großbecken zum Disaster führen können,. Durch unsachgemäßes Mischen der Komponenten entstehen gern Luftbläschen in der Silikonmasse, die den Fugenquerschnitt erheblich beeinträchtigen können und schnell zu einer Brücke zwischen Wasser und Fugeninnerem führen. Vor allem bei Großbecken sollte darum immer größter Wert darauf gelegt werden, daß die Silikone industriell fertig gemischt und frisch verarbeitet werden. Vorzugsweise sollten Silikone verwendet werden, die nicht mit Essig vernetzt werden. Es gibt solche, die nahezu geruchlos an der Luft langsam durchvulkanisieren. Letztere bekommen nach dem Abbinden eine stark glänzende und geschlossene Oberfläche, während die anderen meist eine stumpfe und rauhe Oberfläche besitzen, in die Pilze und Bakterien eindringen können.

Der Unterbau der Aquarien wird oftmals zu sehr vernachlässigt. Es reicht bei Becken mit mehr als 500 Liter nicht mehr aus, es im extremsten Fall auf den zwei gegenüberliegenden Kanten der Seitenscheiben aufzulagern,, weil mit wachsender Länge der Seitenscheiben an deren Fußpunkt eine enorme Zug- und Scherspannung auf die Fuge mit der Bodenplatte wirkt. Die Bodenscheibe erzeugt mit ihrer Bewegung nach unten die Scherspannung, welche Silikone nur bis ca. 3 kg/cm² dauerhaft aufnehmen können. Die horizontale Zugspannung entsteht durch den horizontal wirkenden Wasserdruck. Alle Fugen sind also, je weiter sie unter der Wasseroberfäche liegen, zunehmend diesen großen Spannungen ausgesetzt. Hier ist ganz besonders auf handwerklich einwandfreie Ausführung zu achten.

Bei Großbecken müssen in den Innenecken unbedingt Hohlkehlen aus Silikon hergestellt werden, die in der Diagonalen ca. drei mal der Scheibendicke entsprechen sollten. Dies erhöht nicht nur den belastbaren Silikonquerschnitt, sondern verhindert auch dauerhaft das Unterwandern der statischen Fugen mit Pilzen. Aquarienbauer legen solche von außen sichtbaren Fugen ungern an, weil sie sehr augenfällig eine unsachgemäße Silikonverarbeitung verraten, die Luftblasen einschließt.

Bei Großaquarien muß die Bodenscheibe immer mehrteilig quergeteilt gefertigt werden, weil die Unterlage, auf der Das Becken aufgestellt wird, nie ganz eben sein kann. Durch die Fugen ensteht die nötige Bewegungsfreiheit der Gläser. Die Teilung muß immer eine Fuge in der Mitte der Längsscheibe ergeben, weil dort die größte horizontale Last entsteht. Die Bodenfugen werden zunächst auf Fuge stoßverklebt . Danach wird eine Glasleiste in der Dicke der Bodenscheibe als Abdeckung über jede Fuge, wiederum mit ausreichend Fugenabstand zu den Bodenscheiben, geklebt. Die Kopfnähte der Abdeckung werden wiederum mit den Seitenscheiben per Silikonfuge kraftschlüssig verbunden. Dadurch erhöht sich der Querschnitt der Klebenaht an den kritischen Punkten.


Die Übertragung der Kräfte nach unten:

Werden zwei polierte Glasscheiben aufeinandergelegt und dann an der Kante Wasser zugeführt, so zieht dieses kapillar zwischen die Scheiben, obwohl sie den Anschein erwecken, so dicht aufeinanderzuliegen, daß kein Wasser mehr eindringen kann. Folglich ist die kraftübertragende Berührungsfläche zwischen den beiden Scheiben in den meisten Fällen höchstens ca. 50% der Gesamtfläche. Wird statt zweier planebener Scheiben ein relativ unebener, rauher Untergrund verwendet, dann erfolgt die Kraftübertragung nur noch punktweise. Dies kann auf Dauer oder bei Erschütterung ein Brechen des Glases zur Folge haben. Die Bodenscheibe muß also auf einer flexiblen, aber festen Unterlage aufgelegt werden, z.B. Neoprene-Druckpolster-Folien, wie sie in der Bauindustrie bei statischen Gleitlager-Fundamenten Verwendung finden.

Da diese Folien nur eine Dicke von ca 5 mm aufweisen und keine größeren Unebenheiten ausgleichen können, sollte ggf. als Zwischenschicht eine durchgehende, wasserfest mehrschichtverleimte Sperrholzplatte mit einer Dicke von rund 40 mm verwendet werden, die ihrerseits mit Fliesen-Kuststoffkleber auf dem tragenden Untergrund, z.B. sauber abgezogenem, ebenem Beton, hohlraumfrei befestigt werden muß. Damit ist zum einen eine Elastizität gegeben, die ein Ausbeulen der Bodenplatte verhindert, andererseits aber soviel Spielraum gelassen, daß auf Dauer die Kraftschlüssigkeit durch die Pressung sogar wächst. Werden stattdessen Polystrol-Schaumplatten (Styropor) verwendet, erkauft man sich gleich drei Nachteile:

  1. Das Materiel schwindet im Laufe der Zeit durch Pressung und Bakterienfraß unter kapillarem Feuchtigkeitseinfluß

  2. Die Dicke ist mit >= 10 mm viel zu groß, um ein Ausbeuelen der Bodenplatte zu verhindern

  3. Im Extremfall berührt die Mitte der Bodenplatte nach einiger Zeit bereits den Untergrund, während die Ränder in der Luft schweben

Ich empfehle also folgenden Aufbau von unten nach oben:

  1. Tragendes Element als ebene, feste Fläche, z.B. sauber abgezogener Beton

  2. In Kunststoff-Fliesenkleber eingelegte Multiplex-Platte d = 4 cm

  3. Neoprene Druckverteiler als 5 mm dicke Matte

  4. Mehrteilige Bodenplatte des Aquariums

Vor dem Auflegen der Neoprene-Matte muß unbedingt darauf geachtet werden, daß nicht etwa ein Nagel, ein Sandkorn oder Ähnliches auf der Sperrholzplatte verbleiben ist, oder gar nach dem Zuschneiden der Matte an ihr klebengeblieben ist.

Wird das Aquarium geklebt, müssen alle Klebeflächen mit Silikonentferner und / oder Entfetter, wie Spiritus oder Azeton peinlichst gereingt werden. Die Seitenscheiben werden seitlich vor die Bodenplatte in Stoßverklebung geklebt. Dabei darf die Seitenscheibe auf keinen Fall wegen ihres hohen Gewichts in die Neoprene-Matte einsinken, sondern muß mindestens auf Unterkante Bodenplatte sauber unterkeilt werden. Hierbei dürfen zum Abgleich des oberen Beckenrandes Toleranzen verarbeitet werden. Mit dem Unterkeilen wird nebenher namlich der obere Beckenrand umlaufend auf gleiche Höhe verbracht. Es ist auf Dauer unansehlich, wenn die obere Beckenkante schiefwinklig zur Wasserlinie verläuft oder in den Ecken treppenförmige Absätze aufweist.

Lastübertragung auf den Estrich im Wohnungsbau

Ein ganz entscheidender Punkt ist die Lastübertragung auf einen schwimmenden Estrich. Ein Fußboden ist  meist so aufgebaut, daß auf der Rohbetondecke zunächst eine Dämmung, bestehend aus Styropor PS15 für 150 kg/m² Auflast, aufgebracht wird. Darüber befindet sich meist eine Folie als Trennschicht und zum Abschluß obenauf ein Estrich aus Zementmörtel, der je nach Oberflächenqualität glattgezogen bis leicht wellig ist. Daduch, daß der Rohbeton fast nie eben ist, erhält die Estrichschicht in der Regel nicht an jeder Stelle des Fußbodens die gleiche Dicke, sondern variiert z.T. um mehrere Zentimeter.  Im Randbereich des Estrichs ist meist ein Styroporstreifen gegen dei aufgehende Wand gestellt, vor der die Trennfolie hochgezogen wird, bevor der Estrich eingebracht wird. Der Randbereich des Estrichs liegt darum frei und ist der fragilste Bereich der Decke. Hier sollte eine punktuelle Auflast vermieden werden, weil es dann latent zu Rissen oder Brüchen kommen kann. Dies gilt aber erst bei Becken so ab etwa 300 Litern . Entlang der Wand sollte darum immer ein Stahlprofil in Dickbett-Fliesenmörtel gelegt werden, der die Last auf die gesamte Aquarienlänge verteilt. Alternativ kann das Becken auch auf eine Winkelkonstruktion aufgestellt werden, wobei die hintere Abfangung der Last mit einer an der Wand angepaßten Konstruktion erfolgt. Hier kann mit passenden Schwerlastankern ein durchgehendes Stahlprofil horizontal an der Wand befestigt werden, mit der die horizontale Tragkonstruktion des Aquariums verschraubt werden kann.

Falls der Körperschallschutz, z.B. bei einem Einfamilienhaus, keine Rolle spielt, oder wenn sich unter dem Fußboden nur ein untergeordneter oder Kellerraum befindet, kann die Tragkonstruktion auch über die Stahlfüße eines Aquarium-Untergestells erfolgen, die nicht unmittelbar auf den Estrich aufgestellt werden. Die Konstruktion geschieht hier ebenfalls mit Schwerlastankern, am besten jene auf Zweikomponentenbasis, die mit dem Glasröhrchen, das in ein Bohrloch im Beton eingeführt und dann mit dem in die Bohrmaschine eingespannten Anker zerstört wird. Die im Glasrohr befindliche Klebemasse kann dann zusammen mit dem Anker im Bohrloch aushärten.

Es kommen für diesen Zweck Schwerlast-Gewindeanker ab einem Durchmesser von 12 mm Durchmesser infrage.

Es wird dabei so vorgegangen, daß mit einem dem Glasrohrdurchmesser angepaßten Steinbohrer ein Loch durch den Estrich, durch die Styropor-Dämmung und in der vorgeschriebenen Tiefe senkrecht(!) in den tragenden Beton gebohrt wird. Die Tiefe der Betonbohrung kann ja anhand der verbleibenden Bohrschaftlänge gemessen werden. Das Bohrmehl muß nur soweit mittels Schlauch und Staubsauger abgesaugt werden, daß das Glasrohr leicht und vollständig eingeführt werden kann. Das restliche Bohrmehl vermischt sich mit dem Kleber. Zum Testen der Tiefe möglichst nicht das Glasrohr verwenden; denn es könnte zerstört werden. Am besten benutzt man dazu einen anderen Gegenstand, der im Durchmesser etwas größer ist.

Nach dem Abbinden des Klebers kann die aus dem Estrich herausragende Gewindestange auf Länge geschnitten werden. Die Verschraubung der Aquariengestellfüße mit den Gewindestangen muß nach exaktem Einmessen und Bohren der Bohrlöcher in die Fußplatten des Gestells erfolgen. Die Bohrung in die Fußplatten des Gestells sollten NACH dem Einbringen der Anker im Beton erfolgen, weil sich dabei immer Ungenauigkeiten ergeben können. Sicherlich lassen sich in den Fußplatten auch Langlöcher herstellen. Dies ist aber in 5 mm Stahl und ungeeignetem Werkzeug schlecht zu bewerkstelligen. Also: möglichst genau arbeiten beim Einbohren der Anker.  Der Mindestabstand der Ankermuttern von Oberkante Fußboden sollte ein Millimeter betragen.  Nach der Montage steht das Gestell sehr stabil und kann sogar auf Höhe justiert und jederzeit nachjustiert werden. Körperschall wird vom Stahlgestell in den Beton übertragen, aber nur, wenn man ihn willkürlich durch Klopfmassage erzeugt.


Die handwerkliche Vorgehensweise beim Bau von Aquarien ab ca. 500 Liter

(Hier exemplarisch für ein Großbecken (3,50 x 0,80 x 0,90) mit Scheibendicke 19 mm oder dicker)

0. Alle Werkzeuge, Schablonen, Spülmittel-Lösung, Silikonlöser, bereitstellen

  1. Scheiben so anliefern, daß sie in der Reihenfolge, in der sie benötigt werden, geordnet sind.

2. Dreiteilige Bodenplatte herstellen:

c) Kork-Untergrund sauber abfegen und absaugen, damit keine Sandkörnchen liegenbleiben.

a) die drei Scheiben an der Unterseite mit Glasreiniger (IsoPropanol = IsoPropyl-Alkohol) reinigen.

b) den Decken- und Sturzbereich oberhalb des AQ absaugen, damit nicht loses Material auf die Scheiben fallen kann.

d) Bodenplatten im Fugenbereich mit Azeton oder Spiritus und weißen, gewaschenen Stoffresten vollständig entfetten.

Kein Küchenpapier verwenden, weil es einen Film abgibt.

e) Bodenplatten auflegen und genau ausrichten. Nur die Außenkanten sind maßgeblich.

Zuvor die Länge der vertikalen Scheiben prüfen und ggf. die Fugen der Bodenscheiben daran korrigieren.

f) Bodenscheiben etlang der Außenfasenkante mit 50 mm Klarsicht-Band abkleben.

g) Kräftige Abdeckfolie auflegen und ebenfalls entlang Fuge verkleben, rundum überrstehen lassen.

h) Fuge mit Silikon fortschreitend auffüllen, damit sich keine Luftblasen bilden.

i) Fugen mit Kunststoffspachtel mit OK Glas bündig abstreichen. (muß nicht glatt sein)

k) Bis zum nächsten Tag warten, Abdeckfolie und Klebestreifen entfernen.

l) Die Glasleisten an der Unterseite reinigen, wie vor.

m) Die Bodenplatten entlang der Fuge reinigen, wie vor.

n) Bodenplatten entlang Fuge in der Leistenbreite plus 2 x 20 mm mit Klebestreifen abkleben und Restfläche abdecken, wie vor.

o) 10 Streichhölzer, Zahnstocher oder ähnlich, je 3 davon am Glasstreifen entlang zur Fuge weisend, je 2 davon vor Kopf des Glasstreifens nach außen weisend als Abstandhalter auf die Bodenplatte legen.

so daß sie ca 5 - 10 mm unter die Glasstreifen ragen, mit Tesa-Streifen fixieren.

p) Eine dicke Wulst Silikon entlang der Fuge auf die Bodenplatte auftragen, die Glasstreifen gleichmäßig absenken und auf die

Abstandhalter auflegen. Nicht fest andrücken, nur gerade soweit, daß sie eben die Hölzer berühren.

q) Herausquellendes Material unter 45 Grad abstreichen und dabei die Abstandhalter nacheinander entfernen, die äußeren ganz zuletzt.

r) Das Ganze vulkanisieren lassen, ca 10 Tage. Sonst kann man sich nicht (aus Versehen) auf die Glasleisten stellen.

Wegen des Abstrichs kann bei Belastung kein noch weiches Material nach außen dringen, weil dieser ja schon fest ist.

s) Die Tesa-Abklebung und die Abdeckung sorgfältig entfernen.

t) Den Rand der Bodenplatte rundum 10 cm breit entfetten und die Abschnitte zwischen den Abdeckscheiben in 20 mm Abstand von der

Außenkante rundum mit 50 mm Tesa abkleben.

3. Senkrechte Scheiben aufstellen und von innen abkleben:

a) Alle Scheibenunterkanten in 10 cm Breite sorgfältig entfetten und mit 50 mm Tesastreifen 40 mm von UK Scheibe abkleben.

b) Zwei Scheiben über Eck aufstellen und mit Winkelzwingen oben verbinden

c) Die restlichen zwei Scheiben aufstellen und mit Zwingen verankern

d) Ins Becken steigen (ohne Schuhe) und alle vier Scheiben mit 5 mm Fugenbreite zur Bodenplatte ausrichten.

(pro Scheibe 2 Abstandhalter einsetzen und oben mit Tesa an der Scheibe fixieren)

e) Scheiben nacheinander senkrecht ausrichten und Zwingen nachstellen

f) Scheiben von außen horizontal ausrichten und auch die Senkrechte nachjustieren, bis alles paßt.

g) Jeweils links und rechts eine Klebefläche als Streifen von ca. 40 mm Breite für die senkrechte innere Fase freilassen.

Die senkrechten 50 mm Tesa Klebestreifen werden in einem Abstand von 20 mm von der gedachten Innenecke angesetzt. Dies funktioniert hier nur dann sauber, wenn zuvor eine Leiste 20 x 20 mm in die senkrechte Ecke eingelegt und daran die 50 mm Klebestreifen entlang geklebt werden. Unten in der Ecke zwischen Bodenplatte Seitenscheibe und Frontscheibe beginnen. Die senkrechte Abklebung der Innenecken kann also nicht vor Aufstellen der Scheiben geschehen.

4. Senkrechte Außenecken abkleben und mit Kunststoffstreifen verschalen, um die gewünschte Form der Außenecke zu erreichen.

a) Es können für halbrunde, trapezförmige oder winkelige Außenecken die passenden Kunststoffprofile verwendet werden. Die Abklebung mit 50 mm Tesastreifen und der Schutz mit Abdeckfolie erfolgt wie oben beschrieben, diesmal aber bündig mit der senkrechten Außenkante. Die Kunststoffprofile werden zuerst oben und unten leicht fixiert und dann horizontal über Eck mit 50 mm Tesa ganzflächig und druckdicht gesichert. (unten und oben nicht vergessen)

4. Fugen zwischen Bodenplatte und Scheiben verfüllen

a) Ins Becken steigen und die Fugen zwischen Bodenplatte und Scheiben blasenfrei unter leichtem Druck bündig verfüllen. Währenddeseen die zuvor eingebrachten Abstandhalter herausziehen.

4. Fugen der senkrechten Scheiben an den Ecken untereinander verfüllen

a) Von innen und von unten nach oben massiv Silikonkleber durch den 5 mm Spalt zwischen den Scheibenecken in die Schalung aus Kunststoffprofil drücken, bis das Silikon satt herausquillt. Dabei langsam den Einfüllstutzen höherziehen, damit der Hohlraum vollständig ausgefüllt wird und mit den Scheibenkanten eine innige Verbindung entsteht.

b) Nach Verfüllen der Schalung mit der Kunsstofflehre, die eine Diagonale von 20 mm x Wurzel 2 hat, alle Innenecken sauber und glatt von unten nach oben abstreichen.

c) Zuletzt auf gleiche Weise die Ecken zwischen der Bodenplatte und den Scheiben abstreichen.

Die Bodenstege bleiben dabei unberücksichtigt.

5. Aushärten lassen

Das Ganze ein paar Tage lang aushärten lassen, bis die Innenabstriche sich nicht mehr durch leichten Druck verformen.

6. Randleisten ausrichten und verkleben

a) Alle senkrechten Abklebungen im Beckeninneren sorgfältig von oben etwa 20 cm nach unten abziehen und dann

etwa 15 cm horizontal rundum abschneiden.entfernen. Danach wieder andrücken. Dieser Platz wird für die Randleisten benötigt.

b) Die freigelegte Fläche sorgfältig entfetten. Die Randleisten entlang der Front- und Rückscheibe müssen bis zu den

Seitenscheiben durchgängig und im Bereich der Becken-Silikonfase entsprechend abgeschrägt sein.

c) Die Klebefläche oben und unten parallel horizontal sorgfältig un horizontal mit 50 mm Tesa abkleben.

Der Abstand beträgt hier 10 mm + 19 mm (Scheibendicke) + 10 mm = etwa 40 mm. Die Randleiste wird ja in die Mitte gesetzt.

c) Ein Lattengerüst entlang der Frontscheibe aufbauen, auf das die vordere Randleiste genau horizontal aufgelegt werden kann. Geschieht dies nicht horizontal, wird später ggf. immer ein spitzer Winkel zwischen Wasserlinie und Randleiste optisch stören. Das Lattengerüst kann ggf auch Quer durch das Becken hergestellt werden, so daß gleichzeitig an Front- und Rückscheibe gearbeitet werden kann. Auf eine stabile Ausschwertung ist besonders bei großen Becken zu achten.

7. Randleisten auflegen und verkleben.

a) Prüfen, ob die Randleisten zum Einbringen an den Enden genügend Abstand von den Seitenscheiben aufweisen. Wenn nicht, muß hier nachgearbeitet werden. Es macht jedoch keinen Sinn, die Seitenscheiben nach den Randleisten auszurichten.

b) Abstandhalter,Streichhölzer, Zahnstocher, wie bei der Bodenplatte entlang des oberen Scheibenrandes mit Tesa fixieren. Gegen diese wird nach Auftragen des Klebers auf die Kante der Randleiste dieselbe angedrückt.

c) Die Ober- und Unterseite der Randleisten im Abstand von 10 mm von ihrer Vorderkante mit 50 mm Tesa abkleben.

d) Randleste auf der Lehre nach innen schieben und den Silikonkleber satt auftragen. Dann die Randleiste langsam nach vorn ziehen und gegen die Abstandhalter drücken. Das herausquellende Material mit einer 10 x 10 mm Fasenlehre zuerst von oben, dann von unten sauber abziehen.

e) Festwerden lassen.

f) Die Fugen zur Seitenscheibe ausfüllen nach Abkleben wie vor.

g) Lehren aus Becken entfernen. Abklebungen entfernen.

8. Querstreben auflegen und verkleben.

Dies geschieht genauso wie bei den fugenüberdeckenden Glasleisten der Bodenplatte mit Abstandhaltern. Ein Abstrich ist hier nicht erforderlich.

9. Nach dem ersten Aushärten nach ca. 14 Tagen die Eckverschalungen abnehmen und ggf verbliebene sichtbare

Lufteinschlüsse und Unebenheiten mit Silikon auffüllen und mit dem Finger und etwas Spülmittel glattstreichen. Alle Scheiben nochmals mit Silikonentferner abreiben, bis alles optisch zufriedenstellend erscheint.

10. Das gesamte Silikonmaterial muß nun ausvulkanisieren. Dies dauert an den Stellen, wo es großflächig luftdicht eingeschlossen ist, am längsten. Besondesrs lange ist die Wartezeit bei den Querstreben. Aber auch bei den Wulstverklebungen der Außenecken muß mit längeren Wartezeiten gerechnet werden, weil sie eine große Masse besitzen und auch im Kern fest sein müssen. Die Wartezeit kann, abhängig vom verwendeten Silikon (Herstellervorschriften) bis zu zwei Monaten dauern.



Die Fließrichtung des Wassers im Aquarium bei der Umwälzung

Die meisten Aquarianer glauben, das Wasser müsse den kürzesten Weg von a nach b nehmen. Sie verlegen den Wassereinlauf und den Ablauf auf sich gegenüberliegende Seiten des Aquariums.

Dies ist jedoch ein Irrtum!

Man rühre einfach mal den Kaffee in einer Tasse um. Mit winzigem Aufwand hält man die Kreiselbewegung aufrecht, wenn sie erstmal inganggesetzt ist. Wenn man stattdessen versucht, den Kaffe immer nur zum gegenüberliegenden Rand zu befördern, spürt man schon am Löffelstiel deutlich, daß man viel mehr Energie benötigt, weil man ja immer gegen die zu verdrängende Wassermasse ankämpfen muß, die dabei keine gleichförmige Bewegung mitmacht, weil ja der Kaffee vor dem Löffel entweder garnicht oder total chaotisch durch Verdrängung abfließt und Wirbel erzeugt.

Ich empfehle darum, den Zu- und Ablauf immer auf derselben Seite anzuordnen, weil dadurch eine ellipsenförmige Bewegung des Wassers entstehen kann, bei der eine überall fast gleichbleibende Strömungsgeschwindigkeit. entsteht; denn Wasser kann man ja bekanntlich nicht komprimieren.

Dadurch verringert sich der Wirkungsgrad der Umwälzpumpe enorm.


Entfernen von Pflanzen aus dem Aquarium

Oft ergibt es sich, daß man aus Überschätzung der örtlichen Gegebenheiten heraus Pflanzen gesetzt hat, die das Aquarium zu beherrschen beginnen. Echinodorus ist der typische Fall des Verdrängers.
Solche Pflanzen lieben es, weit und tief zu wurzeln und zusammen mit den Wurzeln aller anderen Pflanzen einen Gordischen Knoten zu bilden, der nur noch zerteilt werden kann, wenn solch eine Wucherpflanze entfernt werden soll.
Das Zerteilen können wir uns jedoch ersparen. Ist der Bodengrund in in dieser Webseite geschilderten Weise aufgebaut, sollte der Biotop möglichst nicht gestört werden. Darum gilt hier, ohne irgendwelche Nachteile befürchten zu müssen:
Einfach die über den Bodengrund hinausragenden Pflanzenteile abschneiden.
Fäulnis der im Boden verbleibenden Wurzelstränge ist überhaupt nicht zu befürchten. Meist treiben die Pflanzen eine zeitlang immer wieder neu aus, bis sie bemerken, daß sie unerwünscht sind. Dann ziehen sie sich langsam zurück, indem sie ihre Wurzeln zurückbilden. Selbst absterbende Wurzeln stellen für diesen Bodengrund keine Gefahr dar, weil die Bakterien darain sehr fleißige Mitbewohner sind und mit großem Appetit über die Pflanzenreste herfallen, um sie in Dünger für die restlichen Pflanzen umzuwandeln, der dann sogar den großen Vorteil hat, sich bereits dort zu befinden, wo die herausgenommene Pflanze ihn am stärksten den Bodengrund entzogen hat.