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Osmosefilter |

Beschreibung:
Der Osmosefilter ist für Aquarien ab 500 Liter geeignet und im oben dargestellten Funktionsschema mit allen möglichen Optionen ausgelegt. Im Einzelfall werden nicht alle davon benötigt, so z.B. der Druckausgleichbehälter mit Abschaltventil, der die Pumpe abschaltet, wenn der gewünschte Nenndruck überschritten wird. Haben die Osmosegehäuse einen Hahn zur Spülwasserregulierung, kann darüber der Druck geregelt werden, wenn eine Membranpumpe der angegebenen Bauart zur Druckerhöhung verwendet wird. Wird ein sog. Hauswasserwerk angeschlossen, dann ist dieses immer schon mit einem Druckausgleichbehälter/Vorratstank und Abschaltventil ausgestattet. In diesem Fall läuft die Pumpe immer nur für Sekunden, bis der Druck im Tank aufgebaut ist, um dann wegen des Ablaufs des Wassers über die Osmose nach einiger Zeit wieder anzulaufen znd den Druck innerhalb von Sekunden wieder auszugleichen. Es richtet sich also ausschließlich nach der Art der Anlage und den örtlichen Gegebenheiten, welche Art der Ausführung letztendlich zustandekommt.
Das Aquarium muß einen Überlauf besitzen. Ein zusätzliches Becken mit Mattenfilter ist nur Option. Das Aquarium und der Mattenfilter stehen in einem geschlossenen Kreislauf zueinander. Fehlt das Filterbecken, wird am Überlauf des Aquariums unmittelbar die Verbindung zum Spülwasserbecken angeschlossen. Falls die Verbindung nach Art der kommunizierenden Röhren funktioniert (U-Rohr), dann müssen das Sammelbecken und das AQ wegen des gleichen Wasserpegels auf gleicher Höhe angeordnet sein. Das Aquarienwasser läuft also in das Sammelbecken über und wird von dort über ein Filtersieb durch die Druckerhöhungspumpe angesaugt und an die Osmosemembran(en) geliefert. Hier teilt sich der Strom in einerseits die kleine Teilmenge des Osmosewassers, das ins Aquarium gelangt und andererseits in die größere Teilmenge des Spülwassers, das mit höherem Salzgehalt wieder in das Spülwassersammebecken zurückfließt. Die gleiche Menge Wasser, die durch die Osmose ins Aquarium gelangt, läuft über den Überlauf vom Aquarium zum Sammelbecken ebenfalls dorthin zurück. Es geht also im Kreislauf bis auf die Verdunstung kein Wasser verloren. Die Osmose hat das Bestreben, das Wasser im Aquarium immer salzärmer zu machen und das Wasser im Spülwasserbehälter immer salzreicher. Dieser Prozess geht solange, bis der maximale Salzgehalt laut Berechnung im Sammelbecken erreicht ist. Dann erst wird das gesamte Spülwasser entleert und neues eingefüllt. Damit dieser periodische Prozess solange wie möglich hinausgezögert wird, empfehle ich zur Befüllung des Sammelbeckens Regenwasser.
Da duch den oben beschriebenen Prozess das Aquarienwasser die Tendenz besitzt, immer salzärmer zu werden, muß durch eine Leitwertregelung mit Fühler im Aquarium dafür gesorgt werden, daß das Neztwasserventil (Spülmaschine, Waschmaschine) immer nur solange kurzfristig mit einer eng einzustellenden Hysterese geöffnet wird, bis gerade eben der eingestellte Leitwert unterschritten wurde, und daß es geschlossen wird, wenn der eingestellte Leitwert gerade überschritten wurde. Dieser Prozess benötigt für 50 µS/cm im Aquarium bei einem 1000 Liter Becken pro Tag etwa 30 Liter Netzwasser, wenn mit zwei parallelgeschalteten Osmosemembranen gearbeitet wird.