Diskus-Aquarium
Technik
Um für die recht empfindlichen Diskusfische ein üppiges Biotop zu schaffen und zu erhalten, das annähernd dem in der freien Natur entspricht, müssen alle Werte des Aquariums ständig mit einem nicht unerheblichen Aufwand an Technik überwacht und korrigiert werden. Die Beschreibung soll nicht Maßstab für Standardaquarien sein, sondern das derzeitige Optimum des Machbaren zeigen, wenn man ein größeres privates Aquarium einzurichten in der Lage ist.
Hier zunächst einmal die technischen Daten:
Beckengröße:
3400 Liter netto (258 cm x 150 cm x 100 cm), Frontscheibe aus 2 x 12
mm Verbundsicherheitsglas „OptiWhite“, Füllhöhe
90 cm
Mattenfilter als Außenfilter: 500
Liter
Osmosefilter: dreistufig mit je 210
Liter pro Tag und
automatischer Spülung, Permeat-Mengenmessung mit
Meßturbine
Wassertemperatur 27 bis 30 Grad,
mit
simulierter Regenzeit
Leitwert: 20 bis 35
µS/cm, mit
simulierter Regenzeit
Bodengrund h=20 cm,
naturbelassener
Sand, keine Bodenheizung, keine Bodendurchflutung
Beleuchtung:
Tageslicht über Dachjalousie und 6 Stück 250 Watt HQI
Philips Mastercolor
pH-Wert: etwa 6,0 +-
0,15 - keine
pH-Regelung, keine CO2-Nachtabschaltung
CO2-Zufuhr:
etwa 4
Blasen pro Sekunde mit 50kg Flasche und Druckminderer, Zufuhr in der
Pumpensaugleitung
Spülwasserbehälter:
2000
Liter mit ständig durch Regenwasser erneuertem Inhalt, bei
Trockenperioden automatischer Wasserwechsel mit Netzwasser
Druckerhöhungspumpe :
Prominent 50 Liter/Std bei Gegendruck von 10 Bar.
Bild (unten) des Osmosefilters, hier mit Pumpe für jede Osmosepatrone getrennt:
Die drei
elektromagnetischen Ventile von links nach rechts mit den schwarzen
Gehäusen dienen zur mikroprozessorgesteuerten Spülung. Sie
werden periodisch geöffnet und erzeugen eine Umgehung zu dem
darüber befindlichen Durchflußminderer. Links befindet
sich die Membrane, dann folgt der Aktivkohlefilter und schließlich
der nicht mit Patrone bestückte Feinfilter. Drei dieser
Anordnungen sind seriell auf dem Bord montiert. Von der
Osmosemembrane geht jeweils von rechts unten nach oben eine Leitung
ab, die in der Meßturbine für die elektronische
Mengenmessung mündet. An deren Ausgang wird direkt die
Permeat-Schlauchverbindung zum Aquarium angeschlossen. Ganz rechts
oben befindet sich ein Druckmeßgerät, das den anliegenden
Wasserdruck von der Druckpumpe mißt und erst dann den Durchfluß
mit dem links daneben angeordneten Magnetventil freigibt, wenn der
Nenndruck von 5 Bar erreicht ist.
Die Dreistufigkeit hat
sich
wegen der leichteren Beschaffbarkeit der Membranen- und Filtergehäuse
als die beste Lösung herausgestellt. Außerdem kann so ein
optimaler Materialverbrauch eingerichtet werden.

Bild
des
Untergestells 3000 mm x 1500 mm, auf der Längsseite liegend:

Die nachfolgenden Bilder dienen nur zur Demonstration. In Zukunft wird hier ganz detailliert das Diskusbecken auf der Basis der beschriebenen technischen Ausstattung beschrieben, ebenso der Neubau des 4000 Liter Beckens.
Bild eines meiner neun Monate alten, stolzen Männchen, groß wie eine CD. Es ist augenblicklich nicht ganz scharf, weil es von seiner Freundin (ganz rechts am Rand) ständig verfolgt wird.

Bild meiner sieben Monate alten Diskusse, gerade in alle Richtungen absichernd:

Bild meiner Rotala Rotundifolia im Diskusbecken bei 21 µS, im Hintergrund Blütenausläufer:

Aufnahme vom 7.8.01 des Diskusaquariums, der Pflanzenbestand hat sich in 1 ½ Jahren deutlich
zugunsten der Cryptocorynen verändert.

Es folgen zwei Ausschnittfotos
des selben Beckens aus der Zeit ab 2005: